SPD Holzgerlingen

 

Biodiversität

Veröffentlicht in Kommunalpolitik

Die biologische Vielfalt bewahren

Franz Buchwald
Vorstandsmitglied des SPD Ortsvereins

äußert sich zum Ziel der "Lebensräume- und Artenerfassung" auf Gemarkung Holzgerlingen.  

 

Der Biodiversitätscheck, die Erfassung von Lebensräumen und Arten, in Holzgerlingen kann die Basis für eine professionelle Biotopverbundnetzplanung sein, die eingebettet in die neue Naturschutzstrategie des Landes, den maximalen Effekt für die gefährdeten Tier und Pflanzenarten auf unserer Gemarkung selbst und jener der angrenzenden Gemeinden bringen kann.

Der „Biodiversitätscheck“ ist ein freiwilliges Modellprojekt für Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg. Er dient dazu die noch vorhandene biologische Vielfalt einer Gemeinde zu erkennen und diese mit geeigneten Maßnahmen zu erhalten und zu fördern.

Im Rahmen des Stadtentwicklungsprojektes hat Holzgerlingen die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen beauftragt eine derartige Untersuchung auf der Gemarkung durchzuführen. Jürgen Deuschle, Doktor der Tier- und Landschaftsökologie aus Köngen hat sich mit seinen Mitarbeitern über ein Jahr intensiv dem Holzgerlinger Wald und der Flur gewidmet. Mit den dabei gewonnenen Grundlagendaten und einem „Strauß“ an Maßnahmenvorschlägen steht der Gemeinde ein wertvoller Beitrag für die kommunale Landschaftsplanung und damit auch für eine ökologische Grundlage zur Bauleitplanung zur Verfügung.

In einem ersten Schritt hat der Gemeinderat auf dieser Basis Richtlinien zur Förderung von Lerchenfenstern, Entwicklung von Buntbrachen und für die Anlage von Ackerrand- bzw. Schonstreifen verabschiedet, dem weitere folgen müssen.

Die nächsten Schritte müssen in gleicher Weise professionell und zielgerichtet eingeleitet werden.

Nur wenige Gemeinden Baden Württembergs haben eine derart hochkarätige Ausarbeitung, auf deren Basis sie nun eine ebenso professionelle Biotopverbundnetzplanung aufsetzen können.

Fast die Hälfte aller Tierarten im Südwesten gilt inzwischen als gefährdet und diese werden immer mehr. Neben dem generellen Rückgang der tauglichen Lebensräume vor allem durch Neubaugebiete oder Straßen ist einer der Hauptgründe für den Artenrückgang die sogenannte Verinselung der Lebensräume. Das bedeutet: Einzelne Arten leben auf einem relativ kleinen Areal für sich, isoliert von ihren Artgenossen. Ein genetischer Austausch findet nicht mehr statt.

Mit einer professionellen Planung der Vernetzung der noch verbliebenen Biotope und deren Umsetzung über die nächsten Jahre kann der genetische Austausch wieder in Gang gesetzt und nebenbei weiterer Lebensraum dazugewonnen werden.

Die rot-grüne Landesregierung, ausgestattet mit einem verbesserten Naturschutzetat, ist seit mehreren Jahren genau auf diesem Sektor aktiv. „Baden-Württemberg ist für viele Tierarten Transitland“ sagt Landwirtschaftsminister Alexander Bonde. Man müsse diesen Arten die Wanderung in neue Lebensräume ermöglichen.

Der Lebensraum einer Tier- oder Pflanzenart endet nicht an den Gemeindegrenzen. Deshalb bringt nur eine professionelle Biotopverbundnetzplanung, die eingebettet ist in Planungen der Landesregierung, den maximalen Effekt für unsere gefährdeten Tier und Pflanzenarten.

Wir Sozialdemokraten in Holzgerlingen stehen hinter diesem Projekt. 

 

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